09-06 Achtsamkeit

Perlenkette 09/06 - Achtsamkeit 

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema ”Achtsamkeit”

In den letzten beiden Wochen ging es um das Thema Gegenwart und Aufmerksamkeit. Ich möchte diese Themen noch weiter vertiefen, mit der Achtsamkeit. Synonyme Worte von Achtsamkeit sind Behutsamkeit, Besonnenheit, Umsichtigkeit und Vorsicht.

Was ist Achtsamkeit?

Ich verstehe unter Achtsamkeit eine erhöhte Aufmerksamkeit und das bewusste Wahrnehmen und Erleben der eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen.
Achtsamkeit bedeutet, auch, dass ich mit völliger Präsenz bei dem bin, was ich gerade tue, z. Bsp. spüre ich beim Gehen jeden einzelnen Schritt und wenn ich sitze, dann spüre ich wie ich sitze.

Durch Achtsamkeit ist es möglich, innezuhalten und die Atmung, den Körper und die Gedanken aufmerksam wahrzunehmen, ohne sie direkt beurteilen oder verändern zu wollen. Diese erhöhte Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht.
Leider ist diese Fähigkeit heute offenbar eher die Ausnahme als die Regel. So leiden immer mehr Menschen darunter, in Gedanken überall zu sein, nur nicht im Hier und Jetzt, also im Augenblick, den sie gerade leben.

Themenspruch:

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.
(Krishnamurti)

Hier die Auslese:

Unser wahres Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick. Wenn wir wirklich im gegenwärtigen Augenblick leben, verschwinden unsere Sorgen und Nöte und wir entdecken das Leben mit all seinen Wundern.
(Thich Nhat Hanh)

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Wenn Sie wirklich zuhören, dann geschieht dabei ein Wunder. Das Wunder besteht darin, dass Sie ganz bei dem sind, was gesagt wird, und gleichzeitig ihren eigenen Reaktionen lauschen.
(Krishnamurti)

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Sei achtsam und behutsam mit dir selber.
Sei achtsam mit den Dingen, die dir anvertraut sind.
Wie du mit den Dingen umgehst, gehst du auch mit dir um.
(JC)

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Die Schönheit deines Erlebens steckt in den Dingen, die dich umgeben.
In dem Baum vor deinem Haus. In der Blume auf der Wiese.
In dem Himmel über dir. In der Stille die du innerlich spürst.
Die Schönheit ist bereits da, du musst sie nur wahrnehmen.
(JC)

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Alles Geschaffene ist vergänglich.
Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.
(Buddha)

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Gewöhnlich leben wir mit einem auf das Minimum reduzierten Teil unseres Wesens, die meisten unserer Fähigkeiten wachen gar nicht auf, weil sie sich in dem Bewusstsein zur Ruhe begeben, dass die Gewohnheit schon weiß, was sie zu tun hat, und ihrer nicht bedarf.
(Marcel Proust)

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Steht es dir doch frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen.
Gönne dir recht oft dieses Zurücktreten ins Innere und verjünge dich selbst.
(Marc Aurel)

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Es ist ein Geist des Guten in dem Übel,
Zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus!
(William Shakespeare)

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Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit
mitten in den Stürmen der Gegenwart.
(Jean Paul)

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Wer langsam und besonnen geht,
doch oft zuerst am Ziele steht.
(Jiddisches Sprichwort)

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Besonnenheit ist die seidene Schnur,
die durch die Perlenkette aller Tugenden läuft.
(Thomas Fuller)

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Bibel:

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
(2. Timotheus 1:7; Lu)

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Es gibt eigentlich keine größere Weisheit,
als in jedem schönen Moment, den das Leben uns schenkt,
so aufzugehen, als sei es der letzte.
(Hans Kruppa)

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Ausklang:

Achtsamkeit im Alltag

Geschirrspülen ist unangenehm? Diese Idee kann aus meiner Sicht nur aufkommen, solange du es nicht selbst machst. Wenn du erst vor der Spüle stehst, die Hemdsärmel hoch gerollt und die Hände im warmen Wasser hast, ist es wirklich nicht so schlecht. Ich genieße es, mir die Zeit für jedes Stück zu nehmen und das Stück, das Wasser und jede Bewegung meiner Hände genau wahrzunehmen. Ich weiß, dass wenn ich mich beim Spülen beeile, weil ich danach eine Tasse Tee trinken will, die Zeit des Spülens unangenehm und nicht lebenswert ist. Das wäre schade, weil jede Minute, ja jede Sekunde des Lebens ein Wunder ist. Das Geschirr selbst und die Tatsache, dass ich es hier spüle, sind Wunder! Jede Schale, die ich wasche, jedes Gedicht, das ich verfasse, jede Glocke, die ich tönen lasse, ist ein Wunder, und jedes hat exakt den gleichen Wert.

Jeder Gedanke, jede Tat wird im Licht der Achtsamkeit geheiligt. In diesem Licht gibt es keine Grenze mehr zwischen dem Heiligen und dem Profanen. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen länger für den Abwasch benötige, aber ich lebe voll in jedem Moment, und ich bin glücklich. Spülen ist gleichzeitig ein Mittel und ein Ziel. Wir spülen, um sauberes Geschirr zu haben, aber auch, nur um zu spülen, um jeden Moment voll zu leben, während wir spülen.

Wenn ich unfähig bin, mit Freude zu spülen, wenn ich den Abwasch so schnell wie möglich hinter mich bringen will, weil ich gehen und Tee trinken will, werde ich genauso unfähig sein, den Tee zu genießen. Mit der Tasse in der Hand werde ich darüber nachdenken, was ich als nächstes tue, und der Duft und das Aroma des Tees wird zusammen mit dem Vergnügen des Trinkens verloren sein.

Ich werde immer in die Zukunft gezogen werden, und nie das Leben hier und jetzt leben können.
(ZEN-Geschichte)

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Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

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Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

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Ab meiner 70. Ausgabe (08-46), habe ich einen freiwilligen Jahresbeitrag eingeführt. Wenn Dir meine Seite gefällt und Du diese Idee und diesen werbefreien Service unterstützen möchtest, kannst Du einen kleinen Obolus geben. Nähere Angaben, siehe - Trinkgeld.

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.” (Platon)

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