09-17 Begegnungen

Perlenkette 09/17 - Begegnungen 

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

-

Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema ”Begegnungen”

Es ist schon etwas besonderes Menschen zu begegnen, sie wirklich kennenzulernen, Gedanken und Gefühle, Meinungen und Ansichten mit ihnen auszutauschen. Ja, andere Menschen bereichern unseren Horizont, unsere kleine, eigene Welt, und machen so unser Leben lebenswert. Besonders dann, wenn wir sie Freunde nennen können!

Es gibt auch andere Begegnungen im Leben, die voller Magie und Zauber sind, selbst wenn sie zunächst nur aus geschriebenen Worten bestehen.
Worte können voller Gefühl sein, obwohl sie nur als Buchstaben zu sehen sind, die am Ende Worte und Gedanken ergeben, fühlen wir auf einmal wie das Herz schneller schlägt, und ein Kribbeln im Bauch entsteht.
Solche Begegnungen sind oft noch magischer und zauberhafter, als ein Aufeinandertreffen von Angesicht zu Angesicht.
Worte lassen träumen und erschaffen eine Phantasiewelt. Doch wie traumhaft wird es erst, wenn die Träume den Erdboden erreichen und wahr werden…

-

Themenspruch:

Es sind die Begegnungen mit Menschen,
die das Leben lebenswert machen.
(Guy de Maupassant)

Hier die Auslese:

Freundschaft fängt immer mit einer Begegnung an,
irgendwo, irgendwie, irgendwann.
(unbekannt)

-

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer menschlichen Begegnung
ist das Aufeinander-Zugehen.
(Ernst Ferstl)

-

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
(Martin Buber)

-

Begegnungen, die die Seele berühren,
hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.
(unbekannt)

-

Wie ich Dir begegnen möchte:

Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen,
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten,
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen,
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen,
dich informieren, ohne dich zu belehren,
dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen,
dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich dafür verantwortlich zu machen,
dir helfen, ohne dich zu beleidigen,
zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen,
mich von dir verabschieden, ohne Wesentliches versäumt zu haben
mich um dich kümmern, ohne dich verändern zu wollen,
mich an dir freuen - so wie du bist!
(unbekannt)

-

Lass nicht zu, dass du jemandem begegnest,
der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
(Mutter Teresa)

-

Unsere Autos prallten genau in dem Augenblick zusammen,
als sie sich begegneten.
(An die Versicherung)

-

Die prickelnde Begegnung - Sprudelwasser.
(unbekannt)

-

Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten,
wenn sie zueinander bloß “Guten Morgen” sagen.
(Jean-Paul Sartre)

-

Ein Mann, der nicht recht weiß, ob er zu altern beginnt, braucht bei der Begegnung mit einer jungen Frau nur ihre Augen und den Ton ihrer Stimme zu befragen, um sofort Bescheid zu wissen.
(Jean de La Bruyère)

-

In der letzten Woche bereiste ich die Provinz. Ich bin dort Gedanken begegnet die noch nie eine Reise in die Hauptstadt gewagt hatten.
(Stanislaw Jerzy Lec)

-

Man kann sich wohl den Weg wählen,
aber nicht die Menschen, denen man begegnet.
(Arthur Schnitzler)

-

Es ist wahr, dass wir nicht schätzen was wir haben, bis wir es verlieren,
aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es uns begegnet.
(unbekannt)

-

Bibel:

Was liebende Güte und Wahrhaftigkeit betrifft, sie sind einander begegnet; Gerechtigkeit und Frieden - sie haben sich geküsst.
(Psalm 85:10)

-

Nur den Menschen, die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet in dieser Welt.
Die anderen haben deinen Weg nur gekreuzt.
(Hans Kruppa)

-

Ausklang:

Die Begegnung mit Gott

In einem fernen Land lebte einst ein König, den am Ende seines Lebens Schwermut befallen hatte. “Schaut”, sprach er, “ich hatte in meinem Leben alles, was nur ein Sterblicher erleben, und mit seinen Sinnen erfassen kann. Nur etwas habe ich nie sehen können: Gott.”
Und der König befahl allen Würdenträgern, Weisen und Priestern, ihm Gott nahe zu bringen. Schwerste Strafen wurden ihnen angedroht, wenn sie dies nicht binnen drei Tagen vermöchten. Tiefster Schrecken überkam alle Diener des Königs, und sie erwarteten ihr baldiges Ende.
Nach drei Tagen ließ der König sie rufen. Jedoch der Mund der Mächtigen, der Weisen und der Priester blieb stumm, und schon wollte sie der König dem Scharfrichter überantworten, als ein Hirte vom Felde kam, der von dem Befehl des Königs gehört hatte. Er trat vor ihn hin und sprach: “Gestatte mir, o König, dass ich deinen Wunsch erfülle.”
“Gut”, entgegnete dieser, “aber bedenke, dass es um deinen Kopf geht!” Der Hirte führte nun den König vor den Palast und wies auf die Sonne: “Schau hin”, sprach er. Der König blickte in die Sonne, aber diese blendete ihn so sehr, dass er die Augen schloss.
“Willst du, dass ich mein Augenlicht verliere?” sprach der König zum Hirten. “Aber König, das ist doch nur der Abglanz der Größe Gottes. Wie willst du mit deinen schwachen Augen Gott schauen? Suche ihn mit den Augen des Herzens.”
Diese Antwort gefiel dem König sehr, und er sagte zum Hirten: “Ich erkenne deinen Geist und die Größe deiner Seele. Beantworte mir nun meine zweite Frage: “Was war vor Gott?” Der Hirte besann sich und sagte: “Zürne mir nicht wegen meiner Bitte, Herr, aber beginne zu zählen!”
Der König begann: “Eins, zwei…”
“Nein”, unterbrach ihn der Hirt, “nicht so. Beginne mit dem, was vor eins kommt.”
Der König entgegnete: “Wie kann ich das? Vor eins gibt es doch nichts.”
“Sehr weise gesprochen, o Herr, auch vor Gott gibt es nichts.”
Diese Antwort gefiel dem König noch weit besser als die erste, und er sagte zu dem Hirten: “Ich werde dich reich beschenken, aber beantworte mir vorher noch meine dritte Frage: Was macht Gott?”
“Gut”, erwiderte der Hirte, “auch diese Frage kann ich dir beantworten. Nur bitte ich dich um eins: Lass uns für eine Weile die Kleider tauschen.”
Der König entledigte sich nun seiner kostbaren Gewänder und vertauschte sie mit dem unscheinbaren Rock des Hirten. Dieser setzte sich auf den Thron, ergriff das Zepter und wies mit ihm auf den König: “Siehst du, Herr, das macht Gott: Die einen erhebt er auf den Thron und die anderen heißt er herabsteigen.” Der König stand ganz versonnen da und voller Freude sprach er: “Jetzt schaue ich Gott.”
(Leo Tolstoi)

-

Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

—————————————–

Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Beteiligung:

Ab meiner 70. Ausgabe (08-46), habe ich einen freiwilligen Jahresbeitrag eingeführt. Wenn Dir meine Seite gefällt und Du diese Idee und diesen werbefreien Service unterstützen möchtest, kannst Du einen kleinen Obolus geben. Nähere Angaben, siehe - Trinkgeld.

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.” (Platon)

Hast du Gedanken, Sprüche, etc. oder Anregungen, Tipps, Kritik sende sie mir. Ich freue mich über jedes Mail: Danke! juergen.curdt@gmx.de

Gefällt Dir meine Homepage, empfehle mich bitte Deinen Freunden und Bekannten weiter. Vielen Dank!

www.spruchperlen.de

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Bloggeramt.de