09-29 Genügsamkeit

Perlenkette 09/29 - Genügsamkeit

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema ”Genügsamkeit - Mäßigkeit”

Was versteht man unter Genügsamkeit?

Sich selbst genügen, mit dem zufrieden sein, was man hat. Aus sich selbst heraus leben, ohne eine große Wertschätzung der vielen Äußerlichkeiten zu entwickeln, die das Leben begleiten. Seneca, der römische Philosoph schreibt: “Der Weise ist sich selbst genug!”

Genügsamkeit ist jedoch nicht gleich Bedürfnislosigkeit. Auch ein genügsamer Mensch hat noch Bedürfnisse. Er muss essen, sich kleiden, eine Wohnstätte haben und im Krankheitsfall mit Medizin versorgt werden.

Der Inder Mahatma Ghandi sagte: “Die Kultur im wahren Sinne des Wortes besteht nicht darin, die Bedürfnisse zu vervielfältigen, sondern darin, sie freiwillig und absichtlich zu reduzieren. Das bringt das wahre Glück, die echte Befriedigung.”
Ghandi hatte kaum eigene Wünsche. Seine Genügsamkeit diente dazu, sich für andere Menschen aufzuopfern, damit sich ihre Lebenssituation unter der englischen Kolonialmacht verbesserte.

Genügsamkeit beim Essen und Trinken

Wer daheim oder unterwegs ein herzhaftes Stück Käse mit einem Schluck guten Rotwein bedächtig und langsam isst, der kann sagen: Das war der Geschmack des Paradieses.
Wer dagegen voller Gier ein Stück Torte nach dem anderen verschlingt, der kann sich am Genuss nicht wirklich erfreuen. Er wird sich hinterher ärgern, dass er zuviel gegessen hat.

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Themenspruch:

Weniger ist mehr.
(Sprichwort)

Hier die Auslese:

Glück ist Selbstgenügsamkeit.
(Aristoteles)

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Alle Guten sind genügsam.
(Goethe)

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Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum,
Luxus künstliche Armut.
(Sokrates)

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Der größte Lohn der Selbstgenügsamkeit ist die Freiheit.
(Epikur von Samos)

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Das Wasser nimmt nicht mehr Platz ein, als es wirklich bedarf.
So gleicht es der Mäßigung.
(Konfuzius)

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Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege.
Der eine ist die Liebe,
der zweite ist die Demut,
der dritte ist die Genügsamkeit.
(Laotse)

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Ist der Mensch mäßig und genügsam,
so ist auch das Alter keine schwere Last,
ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.
(Platon)

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Das Mittelmaß ist gut dem Alter wie der Jugend,
nur Mittelmäßigkeit ist keine Tugend.
(Friedrich Rückert)

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Zu den Glücklichen Inseln gelangt man
durch das Meer der Mittelmäßigkeit.
(Stanislaw Jerzy Lec)

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Mäßigkeit setzt Genuss voraus, Enthaltsamkeit nicht.
Es gibt daher mehr enthaltsame Menschen als solche, die mäßig sind.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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Bemerke, wie die Tiere das Gras abrupfen! So große ihre Mäuler auch sein mögen, sie tun der Pflanze selbst nie etwas zuleide, entwurzeln sie niemals. So handle auch der starke Mensch gegen alles, was Natur heißt, sein eigenes Geschlecht voran. Er verstehe die Kunst, vom Leben zu nehmen, ohne ihm zu schaden.
(Christian Morgenstern)

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Heiterkeit, körperliche Bewegung und Mäßigkeit sind die besten Ärzte.
(Friedrich Melchior Grimm)

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Bibel:

Nicht, dass ich dies eines Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, unter welchen Umständen ich mich auch immer befinde, selbstgenügsam zu sein. Ich weiß tatsächlich, wie man [an Mitteln] knapp sein kann, ich weiß tatsächlich, wie man Überfluss haben kann. In allem und unter allen Umständen habe ich das Geheimnis kennengelernt, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu leiden. Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.
(Philipper 4:11-13)

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Wer mäßig ist in allen Dingen,
der wird es auch zu etwas bringen.
(unbekannt)

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Ausklang:

Über die Genügsamkeit

Mit der Mehrzahl der Philosophen seiner Zeit teilte Sokrates die Meinung, es gehöre sich für einen Weisen, genügsam zu leben und keine Schuhe zu tragen. Trotzdem zog es ihn immer wieder zum Markt, wo er die Fülle der Waren betrachtete.

“Was treibst du hier”, wollte ein Freund wissen, “du kaufst ja doch nichts.”

“Ich staune nur darüber”, erwiderte Sokrates, “wie viele Dinge es gibt, deren ich nicht bedarf.”

(unbekannt)

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Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

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“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.” (Platon)

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