09-35 Schmecken

Perlenkette 09/35 - Schmecken

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen, Gedanken zum Thema ”Schmecken”

Manche mögen es gerne süß, manche lieber salzig. Was die Menschen gerne schmecken, das ist ganz unterschiedlich. Aber wo sie es schmecken, das ist bei allen gleich: auf der Zunge, am Gaumen und im Rachen.
Der Zunge kommt beim Geschmackssinn eine Schlüsselrolle zu. Auf der Zunge haben wir mikroskopisch winzige Geschmacksknospen. Jede Knospe enthält um die 100 Geschmackssinneszellen die, wenn sie angeregt werden, eine Nervenzelle reizen, die dann das Signal wiederum an das Gehirn weiterleiten.

Der Geschmack ist derart bedeutungsvoll, dass man sogar bestimmte Persönlichkeitsmerkmale damit verbindet.

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Themenspruch:

Solange man sie nicht gegessen hat,
weiß man nicht, wie Gans und Taube schmecken.
(Aus China)

Hier die Auslese:

Käse macht erst geschickt die Zunge, Wein zu schmecken.
(Heinrich von Kleist)

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Mich deucht, das Größte bei einem Fest ist,
dass man sich’s schmecken lässt.
(Goethe)

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Es ist schade, dass es keine Sünde ist, Wasser zu trinken,
rief ein Italiener, wie gut würde es schmecken.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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Dem Weisen schmecken die Dinge so, wie sie sind.
(Sprichwort)

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Ratschläge sind wie Medizin:
Je besser sie sind, um so schlechter schmecken sie.
(Aus Montenegro)

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Der Köder muss dem Fisch schmecken
und nicht dem Angler.
(Aus den USA)

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Lob und Kohl schmecken gut, aber sie blähen auf.
(Aus Polen)

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Bananen schmecken besser,
wenn man sie vor dem Verzehr schält.
(Kalenderspruch)

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Wussten Sie, dass Schalentiere auch aus Tellern schmecken?

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In jedem Gemeinschaftserlebnis schmecken wir etwas von dem Wunder
und der Jugend des ersten Schöpfungstages.
(Gerhard von Mutius)

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Doch schmecken muss man alles, heiß und kalt,
wer jung kein Narr war, wird es, wenn er alt.
(Francesco Petrarca)

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Weniger konsumieren, mehr lieben.
Weniger schlucken, mehr schmecken.
Weniger verschlingen, mehr genießen.
Mit weniger mehr Mensch sein.
(Phil Bosmans)

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Ein natürlicher Appetit lässt uns nicht nur nach dem Besitz von Wissen, sondern nach dem Besitz von Weisheit streben, nach Wissen also, das man schmecken kann.
(Nikolaus von Kues)

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Bibel:

Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut;
und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein.
(Sprüche 24,13)

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Prüft nicht das Ohr selbst Worte, Wie der Gaumen Speise kostet?
(Hiob 12:11)

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Wie lind sind meinem Gaumen deine Reden gewesen,
ja mehr als Honig meinem Mund!
(Psalm 119:103)

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Psalm 34:8

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Du wirst kein Buch finden, wo du der göttlichen Weisheit mehr innewerden könntest, als wenn du auf einer grünenden und blühenden Wiese gehst. Da wirst du die wunderbare Kraft Gottes sehen, riechen, schmecken.
(Jakob Böhme)

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Ausklang:

Die Steinsuppe

Ein Mönch ging betteln. Er kam an die Tür eines Bauern, aber sie wollten ihm nichts geben. Der Klosterbruder war zum Umfallen hungrig und sagte: “Na, dann will ich sehen, dass ich mir eine Steinsuppe mache.” Und er hob einen Stein vom Boden auf, putzte die Erde ab und begann ihn zu betrachten, ob er sich für eine Suppe eignete.

Die Leute aus dem Haus konnten sich vor Lachen über den Klosterbruder und über seinen Einfall nicht halten. Da sagte der Klosterbruder: “Wie, habt ihr nie Steinsuppe gegessen? Ich kann euch sagen, das ist eine leckere Sache.”

Sie antworteten ihm: “Nun, dann zeig uns das mal.”

Das wollte der Klosterbruder nur hören. Nachdem er den Stein saubergemacht hatte, sagte er: “Könnt ihr mir wohl einen Topf leihen?” Man gab ihm einen Topf aus Steingut. Er füllte ihn mit Wasser und legte den Stein hinein.

“Wenn ihr mich jetzt den Topf ans Feuer stellen ließet…” Man ließ ihn gewähren. Sobald der Topf zu sieden begann, sagte er: “Mit ein wenig Schmalz würde die Suppe vorzüglich werden.” Man holte ihm etwas Schmalz. Die Suppe kochte und kochte, und die Leute aus dem Hause ließen den Mund offen stehen vor Verwunderung.

Da probierte der Klosterbruder die Suppe und bemerkte beiläufig: “Sie ist ein wenig fad. Es fehlt unbedingt eine Prise Salz.”
Man gab ihm auch noch das Salz. Er schmeckte die Suppe ab und sagte: “Wenn jetzt noch ein paar junge Kohlblätter dazukämen, würde die Suppe himmlisch schmecken.”

Die Frau des Hauses ging in den Garten und brachte ihm zwei Kohlköpfe.
Der Klosterbruder säuberte sie, zerpflückte sie zwischen den Fingern und ließ die Blätter in den Topf fallen. Als die Kohlblättchen gar waren, sagte er: “Also, ein Stück Wurst würde der Sache die Krone aufsetzen…”

Man brachte ihm ein Stück Wurst, er warf es in den Topf, und während es kochte, zog er Brot aus seinem Rucksack und schickte sich an, gemächlich zu essen. Die Suppe roch, dass es eine Wonne war. Er aß und leckte sich die Lippen ab, und nachdem er den Topf geleert hatte, blieb der Stein auf dem Boden zurück.

Die Leute aus dem Haus hingen mit den Augen an ihm und fragten ihn: “Sagt, Herr Klosterbruder, und der Stein?”

Da antwortete der Klosterbruder: “Den Stein, den wasch ich und nehme ihn für das nächste Mal mit.”

Und so kam er zu einem Essen, wo man ihm nichts geben wollte.

(Aus Irland)

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Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

In Niedersachsen beginnen am 05.10. die Herbstferien und ich mache Urlaub. Die nächste Ausgabe erscheint dann wieder am Mittwoch, den 21.10.09.

Bis dahin - Dein Jürgen Curdt

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Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Beteiligung:

Ab meiner 70. Ausgabe (08-46), habe ich einen freiwilligen Jahresbeitrag eingeführt. Wenn Dir meine Seite gefällt und Du diese Idee und diesen werbefreien Service unterstützen möchtest, kannst Du einen kleinen Obolus geben. Nähere Angaben, siehe - Trinkgeld.

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.” (Platon)

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