08-36 Abschied

Perlenkette 08/36 - Abschied 

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema “Abschied”

Abschied nehmen ist eine Handlung mit der man sich von jemand oder etwas trennt oder verabschiedet.

Aus diesem Abschied resultiert oft eine Trauer, (ein Gefühl der Niedergeschlagenheit oder ein Mangel an Lebensfreude) kurzfristig oder länger andauernd.

Der Zustand der Trauer ist neben dem emotionalen Aspekt ein Verhalten des Menschen zur Bewältigung seelischen Schmerzes, vor allem durch den Verlust eines nahestehenden Menschen oder Tieres. Auslöser kann der Tod von Freunden, Verwandten oder Haustieren, aber auch Trennungen anderer Art sein.

Themenspruch:

Im Moment des Zusammenkommens beginnt die Trennung.
(Singhalesisches Sprichwort)

Hier die Auslese:

Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Dingen,
die uns lieb sind, immer ein wenig wärmer.
(Michel Eyquem de Montaigne)

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Lass mein Aug den Abschied sagen,
den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen,
und ich bin doch sonst ein Mann.
(Goethe)

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Abschied nehmen, sich trennen, einen Teil von sich selbst aufgeben, etwas dem Wind überlassen, den Fluten, dem Wasser, das Sterben lernen, jeden Tag ein wenig für das Neue das folgt.
(unbekannt)

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Wie rasch ist Abschied genommen,
wie lange dauert es bis zum Wiedersehen!
(Aus China)

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Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.
(Aus Frankreich)

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Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen herüber; auch noch im kommenden Winter atmen wir Abschied.
(Rainer Maria Rilke)

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Das Leben ist ein beständiges Abschiednehmen. Jeden Abend nimmt man von einem Tag Abschied, oft mit einem Seufzer der Erleichterung, aber oft auch mit Schmerz.
(Ricarda Huch)

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Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung.
(Salvador Dalí)

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Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen,
was man sonst nicht ausgesprochen hätte.
(Euphemia Gräfin von Adlersfeld-Ballestrem)

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Nichts tut der Seele besser,
als jemandem seine Traurigkeit abzunehmen.
(Paul Verlaine)

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Die Bibel:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und wehklagen, die Welt aber wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird in Freude verwandelt werden.
(Johannes 16:20)

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Bei Gott gibt es kein Abschiednehmen.
(Antonin-Gilbert Sertillanges)

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Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung, aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)

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Ausklang:

Die Geschichte von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte:” Wer bist Du?”

Zwei leblose Augen blickten müde auf.
“Ich? Ich bin die Traurigkeit”, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
“Ach, die Traurigkeit!” rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
“Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit misstrauisch.
“Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet.”
“Ja, aber….” argwöhnte die Traurigkeit, “warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?”
“Warum sollte ich vor dir da davonlaufen, meine Liebe?
Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?”
“Ich……ich bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.
“Traurig bist du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. “Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.”
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
“Ach, weißt du”, begann sie zögernd und äußerst verwundert, “es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.”
Die Traurigkeit schluckte schwer.
“Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.”

“Oh ja”, bestätigte die alte Frau, “solche Menschen sind mir schon oft begegnet.”
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. “und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut weh. Aber nur wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.”

Die Traurigkeit schwieg.
Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das bittere Bündel.

“Weine nur, Traurigkeit”, flüsterte sie liebevoll, “ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.”

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen.
Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. “Aber…..aber……- wer bist du eigentlich?”
“Ich?” sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. “ICH BIN DIE HOFFNUNG”
(Inge Wuthe)

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Meine Familie und ich mussten am Sonntag, von unserer Hovawart- Hündin, Biene, Abschied nehmen. Aufgrund einer Beiß-Attacke auf einen Menschen, musste sie vom Tierarzt eingeschläfert werden. Wir sind immer noch traurig.

Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

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Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Beteiligung:

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken. ” (Platon)

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