08-46 Geben

Perlenkette 08/46 - Geben - Nehmen 

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema “Geben - Nehmen”

Letzte Woche ging es um die Dankbarkeit. Diesmal möchte ich mit einem verwandten Thema fortfahren, “Geben und Nehmen.”

Dankeschön. Dieses Wort gehört zu dem Nettesten, was man sagen kann, ganz gleich, in welcher Sprache es gesprochen wird, denn es drückt Wertschätzung aus für eine Gabe, ein Kompliment oder einen Liebesdienst. Und je mehr man sich bemüht, die Gabe, das Kompliment oder den Liebesdienst auf denjenigen abzustimmen, dem er gilt, desto herzlicher wird er sich dafür bedanken und desto größer wird seine Wertschätzung dafür sein. Ohne Zweifel hast du auch schon beobachtet, dass gewisse Geschenke große Freude auslösen, andere dagegen nicht. Warum werden Geschenke so verschieden aufgenommen? Eine Ursache dafür mag der Beweggrund des Schenkenden sein. Eine weitere das Geschenk selbst, und oftmals ist die Art und Weise, in der es gegeben wird, ausschlaggebend dafür, ob es Freude auslöst oder nicht.

Gaben tragen viel dazu bei, dass der Schenkende und der Beschenkte einander näherkommen, auch erhalten sie die Freundschaft, denn wer Gutes sät, erntet Gutes. Oft ist jedoch der Beweggrund genauso wichtig wie das Geschenk selbst. Wann hast du dir das letzte Mal überlegt, aus welchen Beweggründen du eigentlich schenkst? Beschenkst du andere, weil du dich dazu verpflichtet fühlst, oder tust du es, um ihnen eine Freude zu machen? Schenkst du hauptsächlich, weil ein bestimmter Anlass es gebietet oder weil dir viel an dem Betreffenden liegt? Schenkst du etwas, um den anderen zu erfreuen, oder tust du es, um ihn irgendwie zu verpflichten?

Themenspruch:

Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben.
Wer andere glücklich macht, wird glücklich.
(Andre Gide)

Hier die Auslese:

Wer Freude erleben will, muss sie teilen.
Das Glück wurde als Zwilling geboren.
(George Byron)

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Niemand ist so arm, dass er nicht für einen Ärmeren ein Sonnenstrahl,
ein Lebenslicht werden könnte;
niemand so reich, dass er nicht beides benötigte.
(Hermann Bezzel)

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Nicht, wie glücklich man lebt, ist entscheidend, sondern wie beglückend.
(Curt Goetz)

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Es ist das Herz, das gibt,
die Finger geben nur her.
(aus Afrika)

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Geben lernt man, wie viele große Dinge, nur durch Übung.
Dann aber wird es eine der größten Lebensfreuden.
(Carl Hilty)

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Auch wenn der Weise auf das Notwendige eingeschränkt ist,
versteht er eher zu geben als zu nehmen.
Einen solchen Schatz der Selbstgenügsamkeit hat er gefunden.
(Epikur)

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Die Freude, die wir ausstrahlen, gleicht den Wasserringen in einem Teich.
Sie breiten sich aus, um auf uns zurückzufallen.
(unbekannt)

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Reich ist, wer viel hat.
Reicher ist, wer wenig braucht.
Noch reicher ist, wer viel gibt.
(unbekannt)

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Wenn wir unserem Nächsten Gutes erweisen,
tun wir, ohne es zu wissen,
weit mehr für uns selbst als für den anderen.
(östliche Weisheit)

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Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen, aber angenehme Vorfahren.
(Bernhard Ernst von Bülow)

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Er hat nur zwei Hände. Eine zum Nehmen, eine zum Behalten.
Die dritte Hand zum Geben fehlt ihm.
(unbekannt)

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Die Bibel:

Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat,
nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.
(2. Korinther 9:7)

Matthäus 6:32

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Mensch mit zugeknöpften Taschen,
Dir tut keiner was zu lieb.
Hand wird nur von Hand gewaschen,
Wenn du nehmen willst, dann gib.
(Goethe)

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Ausklang:

Wie einer gerecht zu teilen verstand

Es war einmal ein reicher Gutsherr, der hatte ein Dorf, eine Frau und vier Kinder; zwei Söhne und zwei Töchter.

Eines Tages nahm der Bürgermeister des Dorfes fünf Gänse mit sich und brachte sie als Gabe zum Gutsherrn. Dieser sprach: “Jetzt, da du die fünf Gänse mitgebracht hast, musst du sie auch so verteilen, dass es keinen Streit gibt: Du darfst den Söhnen nicht mehr geben, damit die Töchter nicht neidisch werden; und du darfst ebensowenig den Töchtern mehr geben, damit die Söhne nicht neidisch werden.”

Hierzu erwiderte der Bürgermeister: “Ich werde sie so verteilen, dass niemand zuviel oder zuwenig erhält!” So forderte ihn der Gutsherr denn auf: “Bitte, fang an! Wir wollen sehen, wie du teilst!”

Der Bürgermeister begann: “Nun gut! Ihr, Gutsherr, und eure Frau, ihr seid zwei Personen: Eine Gans soll euch gehören, so seit ihr drei.
Eure zwei Söhne sind auch zwei Personen: Eine Gans soll ihnen gehören, so sind sie auch drei.
Eure zwei Töchter sind ebenfalls zwei Personen: Zusammen mit einer Gans sind es drei.
Ich selbst aber bin nur eine Person. So sollen mir zwei Gänse gehören, dann sind wir auch drei. Darauf werden wir alle in Gruppen zu dritt sein.”

Hierauf lachte der Gutsherr und forderte ihn weiter auf: “Wenn wir jetzt eine Gans schlachten: Wie wirst du ihr Fleisch verteilen, dass es keinen Streit zwischen uns gibt?”

Der Bürgermeister erwiderte: “Gut! Schlachtet ihr nur Eure Gans. Am Abend ladet mich dann ein, so werde ich kommen und die Gans aufteilen.”

Am Abend kam er also wieder, gerade als man die gebratene Gans auftrug. Auf die Aufforderung, jetzt zu teilen, sprach er: “Herr Gutsbesitzer! Ihr seid der Kopf der Familie, also soll Euch auch der Kopf der Gans gehören.” So reichte er ihm also den Kopf.
Zu den beiden Töchtern sprach er: “Wie lange wollt ihr noch im Hause eures Vaters sitzen? Ihr werdet ja doch eines Tages ausfliegen in die Häuser eurer Männer und Vater und Mutter allein lassen.” So nahm er die zwei Flügel der Gans und gab sie ihnen.
Die zwei Söhne redete er an: “Nehmt hier die Füße der Gans, denn ihr sollt eines Tages den Weg gehen, den euer Vater gegangen ist.”

Als letztes nahm er das Herz der Gans und reichte es der Frau des Gutsherrn mit den Worten: “Dies ist der Sitz der Liebe! Iss du das Herz der Gans, so wird sich deine Liebe und Zuneigung zu deinem Gatten verstärken!”

Darauf ergriff er für sich selbst den übriggebliebenen Rumpf der Gans und sprach: “Dies hier soll für mich sein und für die Mühe, die ich damit hatte, so gerecht unter euch aufzuteilen!”
(Orientalische Geschichte)

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Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

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Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Beteiligung:

Ab meiner 70. Ausgabe (08-46), habe ich einen freiwilligen Jahresbeitrag eingeführt. Wenn Dir meine Seite gefällt und Du diese Idee und diesen werbefreien Service unterstützen möchtest, kannst Du einen kleinen Obolus geben. Nähere Angaben, siehe - Trinkgeld.

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.”  (Platon)

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