09-01 Wünsche

Perlenkette 09/01 - Wünsche 

Hallo, verehrte Sprüche - Liebhaber!

Hier gibt es jede Woche gute alte/neue  Weisheiten.
Zehn Minuten Besinnlichkeit für mehr Qualität und Freude im Leben.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Es gibt Worte, die sagen mehr als tausend Bilder.”
(JC)

Ich bin Jürgen Curdt und wünsche Dir viel Freude mit dieser Ausgabe.

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Sprüche, Zitate, Aphorismen zum Thema “Wünsche”

Das neue Jahr hat bereits begonnen. Ich wünsche allen Besuchern und Lesern meiner Seite, ein frohes neues Jahr, Gesundheit und Frieden.
Wie zu jedem Jahresbeginn, haben viele Menschen wieder gute Wünsche und Vorsätze, was man so alles tun oder verändern möchte in seinem Leben. Ich habe mir vorgenommen wieder interessante und praktische Themen, in meinen Ausgaben zu behandeln und zum Jahresstart das Thema: “Wünsche” gewählt.

Definition:
Der Wunsch ist ein Begehren oder Verlangen nach einer Sache oder einer Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf eine Veränderung der Realität oder das Erreichen eines Zieles für sich selbst oder für einen anderen.
Zu den Wünschen gehören ebenfalls die Glückwünsche, wie Frieden und Gesundheit, zum Jahresbeginn.

Wunsch und Wille in der Philosophie

Wunsch und Wille sind verwandt. Der Wille ist oft ein starker Wunsch. Der Wunsch unterscheidet sich vom Willen in:

* Entschiedenheit
Der Wunsch ist verwandt mit der Sehnsucht. Vom Willen unterscheidet er sich im Grad der Entschiedenheit oder Entschlossenheit: Der Wunsch stellt das frühe Stadium des Willens dar, noch wird zögerlich formuliert, abgewogen und überlegt. Beim Willen ist man dagegen zumindest theoretisch sicher, sich für das nun klar definierte Gewünschte selbst zu engagieren. (Der Ausdruck “sich einen Wunsch erfüllen” zeigt, dass der Wunsch Ausdruck von einem Mangel sein kann, der abgestellt werden möchte, und man auch selbst derjenige sein kann, der ihn abstellt - vgl. auch Knappheit).

* Punktuell
Der Wunsch bezieht sich auf ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Gegenstand, mit dessen Eintreten oder Erhalten der Wunsch erfüllt ist. Der Wille dagegen ist meist eher eine länger anhaltende Geisteshaltung, die verschiedene Ereignisse nacheinander bewirken kann.

* Adressat
Der Wille wirkt aus eigenem Antrieb heraus, ohne direkte Einwirkung fremder Einflüsse. Der Wunsch richtet sich oft an einen konkreten Adressaten. Man kann sich von jemandem etwas wünschen und für jemanden etwas wünschen. Der Wünschende kann dabei auch sein eigener Adressat sein. Man kann jemand anderem einen Wunsch erfüllen.

Wünsche können die Zukunft beeinflussen, weil sie Ziele zeigen und weil sie motivieren.

Themenspruch:

Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen,
Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.
(Goethe)

Hier die Auslese:

Habe ein heiteres, fröhliches Herz
in Januar, Februar und März.
Sei immer mit dabei
in April und Mai.
Kreische vor Lust
in Juni, Juli, August.
Habe Verehrer, Freunde und Lober
in September und Oktober,
Und bleibe meine gute Schwester
bis zum Dezember und nächsten Silvester.
(Theodor Fontane)

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Der Wunsch ist der Traum der Wachen.
(Sprichwort)

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Des Menschen Wünsche sind sein Himmelreich.
(Thomas Morus)

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Der Wunsch ist oft der Vater des Gedankens.
(William Shakespeare)

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Im Grunde haben die Menschen nur zwei Wünsche:
Alt zu werden und dabei jung zu bleiben.
(Peter Bamm)

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Es ist aber Naturgesetz, dass das Herz nicht ruht,
bis es ans Ziel seiner Wünsche gelangt ist.
(Francesco Petrarca)

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Ach, Freundchen, rede nicht so wild und hüte deine Zunge.
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.
(Wilhelm Busch)

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Es genügt nicht, zum Fluss zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen.
Man muss auch das Netz mitbringen.
(Aus China)

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Selbst der Wunsch einer kleinen Ameise reicht bist zum Himmel.
(Aus Japan)

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Wünsche nie etwas, was durch Mauern
oder Vorhänge verborgen werden müsste.
(Marc Aurel)

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Die Begierde ist nach der Erfüllung der Wünsche ebenso ungestillt,
wie sie es vorher war.
(Martin Luther)

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Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch,
von allen Menschen geliebt zu werden.
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

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O wünsche nichts vorbei und wünsche nichts zurück!
Nur ruhiges Gefühl der Gegenwart ist Glück.
(Friedrich Rückert)

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Das Glück liegt im Wünschen, Erfüllung ist zugleich Zerstörung.
(Bud Spencer)

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Willst du glücklich werden, dann mehre nicht den Besitz,
sondern mindere deine Wünsche.
(Seneca)

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Einen ewigen Fehler machen diejenigen, die sich unter Glückseligkeit die Erfüllung ihrer Wünsche vorstellen.
(Leo Tolstoi)

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Es ist viel leichter, einen ersten Wunsch zu unterdrücken, als sich die Wünsche zu erfüllen, die der erste nach sich zieht.
(Francois Duc de La Rochefoucauld)

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Wünsche sind nie klug. Das ist sogar das beste an ihnen.
(Charles Dickens)

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Bibel:

Hinausgeschobene Erwartung macht das Herz krank, aber das Begehrte ist ein Baum des Lebens, wenn es wirklich kommt.
(Sprüche 13:12)

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Gib deinem Wunsch Maß und Grenze, und dir entgegen kommt das Ziel.
(Theodor Fontane)

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Ausklang:

Die Wünsche des Bauern

Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seines Fleißes in seinem Leben nicht vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiß, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann.

“Ich bin gekommen”, sagte der Mondhase, “um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst.”

Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben: “Jeder Wunsch wird Wirklichkeit”.

“Schön”, dachte der Bauer und rieb sich die Hände, “mein armseliges Leben hat nun endlich ein Ende.” Und erwartungsvoll trat er durch das Tor.

Ein weißhaariger, alter Mann stand am Tor und begrüßte den Bauern mit den Worten: “Was immer du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!”

Der alte Mann führte den Bauern durch mehrere Säle, einer schöner als der andere. “Hier”, sprach der Weise, “im ersten Saal siehst du das Schwert des Ruhmes. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General; er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst du das?”

“Nicht schlecht”, dachte sich der Bauer, “Ruhm ist ein schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen.” Also sagte er: “Gehen wir erst einmal weiter.”

“Gut, gehen wir weiter”, sagte lächelnd der Weise. Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. “Wer sich das wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbar,” sagte er.

Der Bauer meinte: “Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen.”

Im dritten Saale befand sich ein Kästchen aus purem Gold. “Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder nicht”, waren die Worte des alten Mannes.

“Ha!”, lachte der Bauer. “Das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment - Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich weiß nicht recht. Gehen wir noch weiter.”

Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern: “Nun wähle. Was immer du dir wünschst, wird erfüllt werden!”

“Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen”, sagte der Bauer. “Ich muss mir die Sache noch etwas überlegen.” In diesem Augenblick aber ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war verschwunden.

Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase saß wieder vor ihm und sprach: “Armer Bauer, wie du sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen, sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter - aber der Mensch muss wissen, was er will …”
(unbekannt)

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Vielen Dank! Das war es für diese Woche.

Achte gut auf Dich, hege, pflege und nähre das Wesen, das Dir aus dem Spiegel entgegenschaut. :-)

Bis nächsten Mittwoch - Dein Jürgen Curdt

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Anmerkung: Für Autorenangaben und Rechte übernehme ich keinerlei Haftung. Falls irgendwelche Copyrights verletzt werden sollten, bitte ich den Autor, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Beteiligung:

Ab meiner 70. Ausgabe (08-46), habe ich ein freiwilligen Jahresbeitrag eingeführt. Wenn Dir meine Seite gefällt und Du diese Idee und den  werbefreien Service unterstützen möchtest, kannst Du einen kleinen Obolus geben. Nähere Angaben, siehe - Trinkgeld.

“Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken.” (Platon)

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